Fahrrad in Köln-Mülheim
17.10.2007
Schilder für Umweltzone noch verhüllt
Mülheim - Ab 1. Januar 2008 sollen sie den Autofahrern signalisieren, dass die Innenstadt sowie Teile von Deutz und Mülheim zur Umweltzone werden. Dort dürfen dann nur noch Autos mit einer je nach Schadstoffgruppe roten, gelben oder grünen Plakette oder mit einer Ausnahmegenehmigung fahren. Die Zone umfasst eine Fläche von rund 16 Quadratkilometern. Wer innerhalb der Grenzen wohnt, bekommt eine Ausnahmegenehmigung für sechs Monate. Stadt und Bezirksregierung wollen auf diese Weise erreichen, dass die Belastung der Luft mit Stickoxiden und Feinstaub verringert wird. Bundesweit planen etwa 20 Städte ähnliche Zonen mit Fahrverboten für Autos mit hohem Schadstoffausstoß, darunter Berlin, München und Stuttgart.

Kritik an der geplanten Einführung der Umweltzone übten die Kölner Handwerkskammer und mehrere andere Verbände. Sie fürchten einen Wettbewerbsnachteil für ortsansässige Geschäftsleute und Handwerksbetriebe, da Köln die erste NRW-Stadt sei, die ihre City für Fahrzeuge mit hohem Schadstoff-Ausstoß sperre. Gefragt sei vielmehr eine landeseinheitliche Regelung. Nähere Informationen zur Kölner Umweltzone gibt es im Internet. (Kölner Stadt-Anzeiger, map)